
BAFA, KfW & Steuerbonus: Welche Förderung passt 2026 zu Ihrem Dach?
Kurz-Antwort
Wer 2026 sein Dach energetisch saniert, also vor allem dämmt, hat drei Förderwege: den BAFA-Zuschuss von 15 % der förderfähigen Kosten (bis 30.000 € je Wohneinheit), den KfW-Kredit 261 mit Tilgungszuschuss bei der Sanierung zum Effizienzhaus oder den Steuerbonus nach § 35c EStG mit 20 % der Kosten über drei Jahre. Zuschuss und Steuerbonus lassen sich nicht kombinieren. Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt sein, und der Vertrag mit dem Fachbetrieb braucht dafür eine Förderklausel. Seit dem 21. Juli 2026 gilt der Bonus für einen Sanierungsfahrplan nur noch für Kosten über 30.000 €.
Welche Förderungen gibt es 2026 fürs Dach?
Gefördert wird nicht „das Dach“ an sich, sondern die energetische Verbesserung, in erster Linie die Dämmung der Dachflächen. Drei Wege stehen zur Wahl:
- BAFA-Zuschuss (BEG Einzelmaßnahme): direkter Zuschuss zu Einzelmaßnahmen wie der Dachdämmung.
- KfW-Kredit (Programm 261): zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss, wenn Sie das ganze Haus zum Effizienzhaus sanieren.
- Steuerbonus (§ 35c EStG): Steuerermäßigung für selbst genutztes Wohneigentum, ohne Antragsverfahren.
Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Förderrichtlinien. Für Dachprojekte sind zwei Änderungen wichtig: Der Bonus für einen Sanierungsfahrplan greift nur noch oberhalb von 30.000 € förderfähigen Kosten, und die Tilgungszuschüsse der KfW wurden gesenkt. Die Angaben in diesem Beitrag entsprechen dem Stand September 2026.
Wie viel Förderung gibt es für die Dachdämmung?
Über die BAFA gibt es für die Dämmung der Gebäudehülle, also auch des Dachs, einen Zuschuss von 15 % der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind bis zu 30.000 € je Wohneinheit, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) bis zu 60.000 €. Zu den förderfähigen Kosten gehört neben der Dämmung selbst auch, was am selben Dach dafür anfällt: Neueindeckung, Lattung, Unterspannbahn, Dachrinnen und bei Bedarf die Erneuerung des Dachstuhls.
Der iSFP-Bonus von 5 % gilt seit dem 21. Juli 2026 nur noch für den Teil der förderfähigen Kosten, der über 30.000 € liegt. Für eine reine Dachdämmung am Einfamilienhaus bleibt es damit meist bei 15 %. Rechenbeispiel: Bei 24.000 € förderfähigen Kosten sind das 3.600 € Zuschuss. Den iSFP erstellt ein Energieeffizienz-Experte. Er lohnt sich vor allem, wenn mehrere Maßnahmen geplant sind, weil er die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten verdoppelt.
BAFA, KfW oder Steuerbonus – was ist besser?
| Weg | Förderhöhe | Für wen geeignet | Kombinierbar? |
|---|---|---|---|
| BAFA-Zuschuss (BEG EM) | 15 % der förderfähigen Kosten, max. 30.000 € je Wohneinheit; iSFP-Bonus 5 % nur auf Kosten über 30.000 € | Einzelmaßnahme „nur Dach dämmen“ | nicht mit Steuerbonus |
| KfW-Kredit (261) | Kredit bis 150.000 € je Wohneinheit, Tilgungszuschuss je nach Effizienzhaus-Stufe bis 15 %, dazu Boni für besonders schlechte Ausgangsgebäude und serielle Sanierung | umfassende Sanierung zum Effizienzhaus | nicht mit Steuerbonus für dieselbe Maßnahme |
| Steuerbonus (§ 35c EStG) | 20 % über 3 Jahre (7 % + 7 % + 6 %), max. 40.000 € je Objekt | selbst genutztes Eigenheim, älter als zehn Jahre, ohne Antragsweg | nicht mit BAFA/KfW |
Faustregel: Für die reine Dachdämmung ist der BAFA-Zuschuss meist der direkteste Weg. Wer das ganze Haus auf Effizienzhaus-Niveau bringt, fährt mit dem KfW-Kredit oft besser. Der Steuerbonus ist die unkomplizierte Alternative ohne Antrag, wenn Sie keine Zuschüsse beantragen möchten.
Welche Voraussetzungen gelten?
- Mindest-Dämmwert: Die gedämmte Fläche muss die U-Werte der Technischen Mindestanforderungen einhalten, bei Wohngebäuden 0,14 W/(m²K) für Schrägdach, Flachdach und oberste Geschossdecke, 0,20 für Gauben und 1,0 für Dachflächenfenster. Der Energieeffizienz-Experte legt die nötige Dämmstärke dafür fest.
- Fachunternehmen: Ausführung durch einen Fachbetrieb, der mit der Fachunternehmererklärung die Einhaltung der Anforderungen bestätigt.
- Energieeffizienz-Experte (EEE): für BAFA und KfW Pflicht. Er erstellt die technische Projektbeschreibung und prüft die Umsetzung. Für den Steuerbonus ist er nicht nötig.
- Förderklausel im Vertrag: Der Vertrag mit dem Fachbetrieb muss eine aufschiebende oder auflösende Bedingung enthalten, die ihn von der Förderzusage abhängig macht. Erst dann wird der Antrag gestellt, und zwar vor Baubeginn.
- Steuerbonus: Das Haus muss älter als zehn Jahre und selbst genutzt sein. Der Fachbetrieb stellt eine Bescheinigung nach amtlichem Muster aus.
Wie beantrage ich die Förderung?
- 1Energieberatung durch einen Energieeffizienz-Experten, bei größeren Vorhaben mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP).
- 2Angebot vom Fachbetrieb einholen und den Vertrag mit Förderklausel schließen (aufschiebende oder auflösende Bedingung).
- 3Antrag stellen: den BAFA-Zuschuss online beim BAFA mit der technischen Projektbeschreibung des Experten, den KfW-Kredit über die Hausbank. Der Antrag muss vor Baubeginn eingehen. Wer nach dem Antrag, aber vor dem Bescheid beginnt, tut das auf eigenes Risiko.
- 4Maßnahme ausführen lassen.
- 5Verwendungsnachweis einreichen, Zuschuss erhalten.
Als eingetragener Fachbetrieb übernehmen wir auf Wunsch die Förderberatung und arbeiten mit Energieeffizienz-Experten zusammen.
Förderung für Solar & Photovoltaik
PV-Anlagen werden nicht über die BAFA/KfW-Dämmförderung bezuschusst, sondern über das EEG vergütet: Für den eingespeisten Strom erhalten Sie eine gesetzliche Einspeisevergütung (Details im Ratgeber Photovoltaik aufs Dach). Zusätzlich gibt es je nach Bundesland und Kommune eigene Förderprogramme. Diese prüfen wir auf Wunsch mit.
Quellen, abgerufen im September 2026: BAFA, Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, Förderrichtlinie BEG EM vom 17. Juli 2026, KfW, Wohngebäude-Kredit 261 § 35c EStG sowie das Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen der KfW (Version 11.0, September 2026).
Preisangaben in diesem Ratgeber sind Richtwerte (Stand: September 2026) und ersetzen kein individuelles Angebot. Klotz Bedachungen ist als Fachbetrieb bei der Handwerkskammer Region Stuttgart eingetragen.
Häufige Fragen. Kurz beantwortet.
Über die BAFA 15 % der förderfähigen Kosten, bis 30.000 € je Wohneinheit. Der Bonus von 5 % für einen individuellen Sanierungsfahrplan gilt seit Juli 2026 nur für den Teil der Kosten über 30.000 €.
Nein. Für dieselbe Maßnahme gilt: entweder Zuschuss (BAFA/KfW) oder Steuerbonus nach § 35c EStG.
Ja. Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt sein. Der Vertrag mit dem Fachbetrieb darf vorher geschlossen werden, wenn er eine aufschiebende oder auflösende Bedingung zur Förderzusage enthält.
Nein, allein nicht. Wird das Dach im selben Zug gedämmt, zählen Neueindeckung, Lattung, Unterspannbahn, Dachrinnen und sogar die Erneuerung des Dachstuhls als förderfähige Umfeldmaßnahmen mit.
Für die BAFA- und KfW-Förderung ja. Für den Steuerbonus nach § 35c genügt die Bescheinigung des Fachunternehmens.
Wir sind im gesamten Großraum Stuttgart unterwegs. Alle Orte stehen im Einsatzgebiet.
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