Flachdach in Stuttgart – was unter der Abdichtung liegt und wo das Wasser hin soll
Beim Flachdach reden alle über die Bahn, die oben liegt. Die hält aber nur so lange, wie der Aufbau darunter es zulässt und das Wasser irgendwohin abfließen kann. Entschieden wird das, bevor jemand die erste Rolle auspackt. Hinterher lässt sich daran wenig ändern, ohne die fertige Fläche wieder aufzumachen.
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Was Sie konkret davon haben.
- Der Preis steht schriftlich, bevor wir das alte Dach aufmachen; Nachträge nur nach Absprache mit Ihnen
- Bei der Handwerkskammer als Holz- und Bautenschützer eingetragen – die Holzschalung unter der alten Bahn beurteilen wir mit
- Läuft es akut durch, erreichen Sie uns auch abends und am Wochenende
- Bahnen, Dämmplatten und Bleche liegen im eigenen Lager in der Augsburger Straße 528
- Familienbetrieb seit 1999, rund zehn Leute – wer bei Ihnen anfängt, macht bei Ihnen auch fertig
Typische Dauer
5–18 Werktage
Garantie
5 J. Arbeit · bis 30 J. Material
Eingetragen
HwK Region Stuttgart
Verwendete Materialien
- Bitumenbahnen, mehrlagig verschweißt
- FPO- und PVC-Dachbahn
- EPDM-Bahn
- Gefälledämmung
- Dampfsperre
- Dachabläufe und Notüberläufe
- Attika- und Anschlussbleche
- Kiesschüttung, Plattenbelag auf Stelzlagern, Gründachaufbau
Vier Schritte zum fertigen Projekt.
- 01
Auf dem Dach
Wir laufen die Ränder ab, machen die Abläufe auf, prüfen Attika und Anschlüsse und gehen einmal in den Raum darunter. Bei Verdacht messen wir die Feuchte im Aufbau.
- 02
Angebot
Der geplante Aufbau steht Lage für Lage im Angebot, dazu die Entsorgung des Alten und ein Zeitfenster.
- 03
Aufbau und Abdichtung
Alter Belag herunter, Dampfsperre, Dämmung und Gefälle einbauen, Bahn verlegen und verschweißen, Ränder und Durchdringungen einbinden.
- 04
Übergabe
Zum Schluss gehen wir die Fläche gemeinsam ab, Anschluss für Anschluss. Danach bekommen Sie die Unterlagen zum eingebauten Material.
Wo die Dämmung sitzt – und ob Luft dazwischen ist
Auf den Bestandsdächern, die wir hier aufmachen, liegt oft noch ein belüftetes Kaltdach. Von unten nach oben: Decke, Dämmung, ein Luftraum, darüber Schalung und Abdichtung. Durch die Öffnungen am Rand soll Luft ziehen und mitnehmen, was an Feuchte nach oben kommt. Bei den meisten dieser Dächer sind die Öffnungen längst zugestellt, überklebt oder beim Anbau zugemauert, dann arbeitet dort nichts mehr. Im Neubau baut das kaum noch jemand, weil der Querschnitt bei größeren Flächen ohnehin nicht reicht. Beim Warmdach fällt der Luftraum weg: Die Dämmung liegt unmittelbar unter der Abdichtung, auf der Rohdecke darunter eine Dampfsperre. Das Umkehrdach dreht die Reihenfolge um. Die Dämmung kommt über die Abdichtung und wird beschwert, liegt damit aber im Nassen und muss das vertragen, was längst nicht jeder Dämmstoff tut. Aus einem toten Kaltdach wird bei der Sanierung deshalb meist ein Warmdach. Wie dieselbe Frage am Steildach zwischen den Sparren aussieht, steht unter Dachdämmung.
Wohin das Wasser läuft: Gefälle, Abläufe und der Notüberlauf
Ein flaches Dach ist nie ganz eben. Das Gefälle kommt heute meist aus der Dämmung selbst: keilförmige Platten, im Werk für Ihre Fläche zugeschnitten. Zwischen den Feldern laufen Kehlen, die das Wasser zu den Tiefpunkten ziehen. Die Rohdecke bleibt waagerecht, und im Bestand ist das der einzige Weg, weil sich eine fertige Geschossdecke nicht mehr schief legen lässt. Der Ablauf gehört an den Tiefpunkt. Wo er im Grundriss am besten aussieht, spielt keine Rolle, und an den Laubfang muss jemand ohne Werkzeug herankommen. Am häufigsten fehlt der Notüberlauf: ein kurzes Rohr durch die Attika, dessen Unterkante ein Stück über der fertigen Abdichtung sitzt. Ist der Ablauf zu, läuft das Wasser dort außen über die Fassade, für jeden sichtbar, statt sich auf der Fläche zu sammeln und die Decke zu belasten. Womit die Fläche darüber abgedichtet wird, haben wir im Ratgeber zusammengestellt unter Flachdach abdichten & sanieren.
Der Hochzug an der Wand und was ihn auffrisst
An jeder aufgehenden Wand wird die Bahn ein Stück hochgeführt, oben mechanisch geklemmt und abgedeckt. Gemessen wird diese Höhe ab der fertigen Oberfläche, und fertig heißt: mitsamt Kies oder Plattenbelag. Kommt der Belag erst später, ist genau diese Höhe weg, und bei Schlagregen oder wenn Schnee davor liegen bleibt, läuft es hinter den Anschluss. Beim Aufmaß muss deshalb feststehen, was am Ende obendrauf liegt. Oben auf der Attika schließt ein Blech ab, das nach innen aufs Dach entwässert. Seine Stöße müssen sich bewegen dürfen; starr verlötet reißen sie im ersten heißen Sommer auf. Und jedes Rohr, jeder Mast, jede Kuppel bringt eine eigene kleine Baustelle mit. Ein Mast, der nachträglich durch die fertige Bahn gedübelt wird, macht das teuerste Loch, das ein Flachdach haben kann. Kommt bei Ihnen schon Wasser durch, hilft die Seite zur Dachreparatur.
Wenn oben noch etwas draufkommt
Terrassenplatten auf Stelzlagern, ein befahrbarer Belag, ein Gründach: Was oben draufkommt, muss im Angebot stehen, bevor wir anfangen. Denn sobald etwas über der Abdichtung liegt, findet niemand mal eben eine undichte Stelle wieder; beim Gründach müsste dafür erst das Substrat herunter. Deshalb bekommt jeder Ablauf einen Kontrollschacht, der durch den Aufbau nach oben geführt wird und offen bleibt. Sonst räumen Sie eines Tages die halbe Terrasse ab, um an einen verstopften Laubfang zu kommen. Über die Bahn kommt eine Schutzlage, bevor irgendetwas darauf verlegt wird: Plattenfüße drücken punktuell, Kies wird geschüttet, und die Bahn darunter soll davon nichts abbekommen. Am Rand lassen wir einen schmalen Streifen frei, damit die Anschlüsse zugänglich bleiben und der Belag nicht bis an das Blech heranstößt. Verlegt wird er lose, sodass er sich bahnenweise wieder aufnehmen lässt.
Flachdachbau im Großraum Stuttgart
Im Bestand stehen wir fast immer auf einem Dach, das schon einmal überarbeitet wurde, und die erste Frage lautet, was von dem alten Aufbau bleiben kann. Beim Neubau dreht sich das um. Da liegt der Aufbau fest, dafür hängt alles an Terminen: Der Rohbauer muss wissen, wie hoch die Attika werden soll, der Fensterbauer, wo die Schwelle zur Terrasse sitzt, und beide bauen, bevor wir überhaupt oben stehen. Deshalb sitzen wir bei Neubauten früh mit am Tisch. Gearbeitet wird im gesamten Großraum Stuttgart, von den Stadtbezirken bis hinaus auf die Filder und ins Remstal. Eine Zahl bekommen Sie, nachdem einer von uns oben war; diesen Termin stellen wir nicht in Rechnung. Die Nummer ist 0711 997 498 19. Wer lieber schreibt, nimmt das Kontaktformular.
Häufige Fragen zu Flachdach.
Nach einem Guss steht auf einer flachen Fläche zunächst überall Wasser. Bleibt es immer an derselben Stelle und wird die Lache über die Jahre größer, liegt die Fläche dort tiefer, als sie geplant war. Mitten im Feld hat sich meist die Decke zwischen ihren Auflagern durchgebogen, oder die Dämmung darunter hat unter Last nachgegeben; an einem Rand liegt es öfter daran, dass die Gefälleplatten dort falsch sortiert eingebaut wurden. Fotografieren Sie die Stellen nach kräftigem Regen, immer vom selben Punkt aus. So eine Reihe von Bildern sagt mehr als jede Beschreibung am Telefon, und wir wissen beim Termin, wo wir zuerst hinschauen.
Manchmal. Sagen lässt sich das erst, wenn der Aufbau an einer Stelle geöffnet ist. Ausschlaggebend ist, wie nass die alte Dämmung darunter ist – das messen wir, bevor wir etwas empfehlen, denn eine durchfeuchtete Lage trocknet unter einer neuen Bahn nie wieder aus. Gegen das Überbauen sprechen außerdem Blasen und Falten in der alten Bahn, denn die arbeiten weiter und zeichnen sich in der neuen Lage wieder ab. Bitumen und Kunststoff-Folie vertragen sich außerdem nicht ohne Weiteres, dazwischen gehört eine Trennlage. Ob das Überbauen am Ende wirklich weniger kostet, entscheidet sich meist an der Attika: Wächst der Aufbau, muss der Anschluss oben mitwachsen, und dann ist die Attika ohnehin eine Baustelle.
Ja, denn eine Lichtkuppel sitzt auf einem Aufsatzkranz, der in die Dämmebene eingebunden und rundherum mit der Bahn hochgeschlossen wird. Machbar ist das jederzeit, es ist nur Arbeit an einer Fläche, die eigentlich fertig war. Sagen Sie es uns deshalb schon beim Ortstermin: Dann setzen wir den Kranz gleich mit und verschließen ihn, bis Sie so weit sind. Dazu gehört die Frage, wo die Kuppel überhaupt hin soll. Ein Tiefpunkt ist der falsche Platz, und zur Attika braucht sie Abstand, sonst wird der Anschluss eng. Muss für die Öffnung ein Balken durchtrennt werden, ist das eine Sache für den Statiker.
Zweimal im Jahr hinauf genügt meistens, einmal nach dem Laubfall und einmal im Frühjahr. Viel zu tun ist nicht: Ablauf und Laubfang frei räumen, den Notüberlauf durchspülen, das Zeug aus den Innenecken an der Attika holen, wo sich alles sammelt. Achten Sie auf Sämlinge. Eine Birke, die in einer feuchten Ecke keimt, treibt Wurzeln, und die suchen sich mit der Zeit einen Weg durch die Bahn. Nach einem Sturm lohnen sich die Ränder und die Bleche. Ist an Ihrer Attika nichts, woran man sich sichern kann, gehen Sie nicht selbst hinauf, sondern lassen jemanden kommen, der gesichert arbeitet.
Wir sind im gesamten Großraum Stuttgart unterwegs, unter anderem in Korb, Kornwestheim, Asperg, Markgröningen und Plochingen. Alle Orte stehen im Einsatzgebiet.
